Wohnmodelle für Senioren

Im Laufe der Jahre sind zu den traditionellen und bewährten Wohnmodellen für Senioren frische und innovative Ideen hinzugekommen. Deshalb ist die Frage für heutige Senioren oft: wo will ich wohnen? Denn jede Veränderung ist doch eine Chance für einen kleinen Neuanfang.

Für viele Menschen ist es deshalb befriedigend, diese Planung Schritt für Schritt langfristig vorzubereiten und dann umzusetzen. Denn eine ideale Lösung für das Wohnen im Alter hängt von vielen Faktoren ab, die man erst nach und nach beeinflussen kann. Perfekt ist eine Vorbereitung dann, wenn Sie auf Knopfdruck auf sehr viele Entwicklungen reagieren können.

Die Bedürfnisse verändern sich teils sehr langsam, teils sehr rasch. Körperliche Einschränkungen engen den Bewegungsradius ein. Zudem schrumpft der Freundeskreis. Spätestens dann ist es Zeit zu handeln.

Finanzielle Fragen klären – Handlungsspielraum verbessern

Für einige Lösungen werden die laufenden Einnahmen aus der gesetzlichen Rente, die Pension oder die Bezüge aus den Versorgungswerken der Freiberufler nicht ausreichen. Deshalb spielen weitere Erträge aus der eigenen Immobilie oft die entscheidende Rolle, wenn Sie sich für eine Lösung entscheiden. Was soll also aus dem Zuhause werden?

Das gilt auch für den Fall, dass der finanzielle Aspekt nicht die alles entscheidende Rolle spielt.

Was wünschen Sie sich?

Die gute Nachricht zuerst. Moderne Formen der Versorgung im Alltag ermöglichen ein weitgehend unabhängiges Leben bis ins hohe Alter.

Das wünschen sich die meisten Senioren von der neuen Wohnform:

  • eine Unterstützung im alltäglichen Leben und gegebenenfalls angemessene Hilfe
  • Sicherheit, die eigene Wohnung oder das eigene Haus weiter bewohnen zu können und
  • eine annehmbare Wohnalternative im bekannten Quartier.

Dabei kann die konkrete Lösung für diese Wünsche für das Wohnen im Alter viele Gesichter haben. Es lohnt sich ein Blick auf die unterschiedlichen Möglichkeiten – und vielleicht bekommen Sie die entscheidende Anregung, eine ganz neue Lebenssituation zu entwickeln.

Altersgerechtes Wohnen im eigenen Heim

Seniorengerecht bedeutet nichts anderes, als die genaue Anpassung an die jeweiligen individuellen Bedürfnisse. Die Lebensräume passen sich durch Umbauten an. Barrieren werden beseitigt, um die Bewegungsfreiheit zu erhalten. So bleiben soziale Kontakte erhalten. Die gewohnte Umgebung mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten usw. bleibt bestehen.

Weitere Informationen unter Altersgerechtes Wohnen in der eigenen Immobilie

Betreutes Wohnen – mehr als Standardversorgung

Sobald die eigenständige Versorgung mühsam wird und nicht mehr so gut von der Hand geht, sind gezielte Hilfen notwendig. Die unterschiedlichen Dienstleistungen reichen von der Hilfe im Haushalt bis zur Unterstützung im Notfall. Stets ist jemand in der Nähe erreichbar. Sie können individuell vereinbaren, wie viel Betreuung und Unterstützung tatsächlich gewünscht und notwendig ist.

Wohngemeinschaften für und von Senioren

Wohngemeischaften sind nicht nur für Studenten und junge Berufsstarter in Großstädten geeignet. Auch Senioren genießen es, dass immer Menschen anwesend sind. Sie können sich individuell in eine neue Gemeinschaft einbringen. Wenn die Balance zwischen Privatsphäre und Gemeinschaft stimmt, ist diese moderne Wohnform ein gutes Mittel gegen Vereinsamung. Sie erfordert aber auch Toleranz und einen persönlichen Beitrag. Der kann sich auch finanziell positiv auswirken. Es ist einfach preiswerter, Küchen, Aufenthaltsräume und den Garten gemeinsam nach Bedarf zu nutzen.

Vielleich eignet sich ja sogar die eigene Immobilie für diesen Start in einen neuen Lebensabschnitt?

Das Mehrgenerationenhaus – mit oder ohne eigene Familie

Was früher in Familien üblich war, ist heute wieder die Ausnahme. Auch wegen der erhöhten Mobilität und Individualisierung der Gesellschaft ist das gemeinsame Wohnen mehrerer Generationen  heute zur Ausnahme geworden. Doch das Mehrgenerationenwohnen erlebt eine Renaissance, eine Wiedergeburt. Junge Menschen erleben die Vorzüge, von dem Mix der Generationen zu profitieren. Die ältere Generation profitiert von der Gemeinschaft und von Vereinsamung ist plötzlich keine Rede mehr. Deshalb ist heute nicht immer die eigene Familie gemeint, wenn von dem Zusammenleben mehrerer Generationen die Rede ist.

Senioren werden hier nicht betreut, sondern gebraucht – sie haben die Zeit, die den berufstätigen Eltern fehlt. Im Gegenzug erleben sie die Wertschätzung, die Ihnen zusteht.

Wohnungstausch und Immobilientausch – ein Weg ins neue Zuhause

Das eigene Heim ist mittlerweile viel zu groß – eine Familie mit einer eigenen Immobilie könnte den Platz gut gebrauchen. Für Sie eröffnet sich die Chance, viel leichter den eigenen Wohnwunsch zu verwirklichen: ein Leben in der Stadt oder ein Umzug in die Nähe der Kinder. Wenn die Anforderungen beider Seiten erfüllt sind, dann kann ein Immobilientausch eine sehr gute Idee sein.

In der Praxis ist diese Immobilientransaktion sehr anspruchsvoll. Zunächst müssen sich die geeigneten Partner finden. Wo finde ich also einen geeigneten Tauschpartner? Ist derjenige seriös? Was sind meine Wünsche? Zu welchen Kompromissen bin ich bereit?
Zusätzlich müssen alle finanziellen und vertraglichen Fragen geklärt sein, damit der Tausch gelingen soll. Denn einen Fehler oder ein finanzielles Risiko sollten Senioren nicht mehr eingehen.

Wie kann ein finanzieller Ausgleich gestaltet werden? Welcher Notar hat genug Erfahrung, alle wichtigen Fragen zu regeln? Und überhaupt: wo finde ich geeignete Tauschpartner?

Die Seniorenresidenz als bequeme Alternative

Immobilien, die für die Ansprüche von Senioren konzipiert sind, bieten in aller Regel die Möglichkeit, alle Formen der Pflege in Anspruch zu nehmen. Die genaue Ausgestaltung des neuen Lebensraums hängt von den Möglichkeiten der Immobilie und dem Betreiber des Seniorenheims ab. Deshalb ist das Angebot so bunt wie die Welt. Die richtige Auswahl hängt vom individuellen Angebot und den finanziellen Möglichkeiten ab.

Ein gängiges Konzept der Betreiber ist es, Wohnungen anzubieten, die altersgerecht ausgestattet sind. Gemeinsame Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Hauses eröffnen neuen Bewohnern viele Chancen, Anschluss zu finden und das Leben ausgiebig zu genießen. Sollte der Pflegeaufwand größer werden, so wird die Versorgung innerhalb des Seniorenheims gewährleistet.

Vor einem Umzug ist es sinnvoll sich damit auseinanderzusetzen, was aus der eigenen Immobilie werden soll.

Die Senioren Wohnanlage – eigene Wohnung mit Gesellschaft

Manche Senioren entschließen sich sehr bewusst für einen Umzug in eine spezielle Senioren-Wohnanlage. Der Tagesablauf ist nicht so geregelt, wie in einem Seniorenheim oder einer Seniorenresidenz. Die Eigenständikeit wird durch altersgerechte Wohnungen oder Apartments gewährleistet.

Die Aufstellung der eigenen und vertrauten Möbel ist möglich. Die Wohnungen verfügen in der Regel über Küche, Bad, Wohnräume und Schlafzimmer. Der wesentliche Unterschied: die Apartments für Senioren sind stets barrierefrei. Treppen werden durch Aufzüge ergänzt, ein Notrufsystem sorgt für schnelle Hilfe.

Zudem gibt es Nachbarn in der gleichen Lebenssituation. Allerdings muss man selbst aktiv werden, wenn die Anlage keine Angebote wie Seniorentreffs vorhanden sind oder Kurse und Ausflüge organisiert werden. Für aktive Menschen ist der Faktor Einsamkeit in dieser Wohnform ebenfalls kein Thema.

Zu einem Umzug gehört ebenfalls dazu, die neuen Möglichkeiten aktiv anzunehmen.