Seniorenwohngemeinschaft und Seniorenstift

Noch vor zwei, drei Generationen blieben die Familien lange zusammen in einem Ort. Doch die Zeiten haben sich massiv geändert und die früheren Familienverbände sind oft aufgelöst. Kinder wohnen nicht mehr an den Ort, an dem sie geboren wurden. Oft lässt die eigene Immobilie ein gemeinsames Wohnen aus Platzgründen nicht zu. Wer im Alter nicht alleine wohnen möchte, muss sich also kümmern – und die Herausforderung aktiv annehmen.

Die Seniorenwohngemeinschaft

Man nehme: eine geeignete Immobilie. Hierbei kann es sich um ein größeres Haus handeln, um eine riesige Wohnung oder vielleicht sogar einen alten Bahnhof. Der Fantasie, wo man im Alter wohnen möchte, sind kaum Grenzen gesetzt. Dennoch sind passende Angebote kaum zu finden. Wohnraum in der Großstadt ist teuer. Auf dem Lande fehlt es oft an der notwendigen Infrastruktur für das bequeme Leben im Alter.

Die bestehenden und etablierten Seniorenwohngemeinschaften sind sehr individuell organisiert. Manchmal ist es nur das gemeinsame Wohnen an einem geeigneten Standort. Manchmal geht es nur um altersgerechtes Wohnen: je nach individuellem Bedarf werden die Mitglieder der Wohngemeinschaft gemeinsam versorgt.

Bei der möglichen Ausgestaltung der Seniorenwohngemeinschaft gibt es kaum Grenzen. Lassen Sie also die Gedanken fliegen, wie Sie im Alter wirklich wohnen möchten. Vernetzen Sie sich mit anderen Senioren – durch die sozialen Medien war dies noch nie so einfach, wie es heute ist. Zum Beispiel ist www.nebenan.de eine Plattform, über die man die Nachbarschaft schnell kennenlernen kann.

Der Seniorenstift – wenn es etwas nobler sein darf

Die etwas noblere Art der Seniorenwohngemeinschaft ist der Seniorenstift. Hier werden Freizeitaktivitäten, das gemeinsame Essen oder die gemeinsame Unterhaltung am Abend als Angebot organisiert. Zuständig für die Belange der Senioren ist der Betreiber des Seniorenstifts. Die Räume sind oft altersgerecht oder sogar behindertengerecht ausgestattet und ermöglichen auch die Pflege vor Ort. Der Vorteil besteht darin, dass man sich im Alltag nicht mehr an eine neue Umgebung gewöhnen muss.

Die eigenen Wohnräume sind oft so gestaltet, dass man seine gewohnte Einrichtung mitnehmen kann. Die größten reichen dann vom Single-Apartment bis hin zu Wohnungen für Paare. Gemeinschaftlich genutzt werden beispielsweise Speiseräume, gemütliche Orte für das Beisammensein oder ein Garten. Selbst eine Sauna oder ein Schwimmbad und Fitness-Räume sind in größeren Einrichtungen keine Seltenheit.

Die vielfältigen Möglichkeiten und Services haben aber ihren Preis. Sicherlich ist es deshalb gerechtfertigt, über eine Nutzung der eigenen Immobilie als Teil der Altersversorgung nachzudenken. Die klassische Nutzungsmöglichkeiten sind die Immobilie zu vermieten oder das Haus zu verkaufen.

Die eigene Immobilie zur Finanzierung nutzen

Sei es für ein finanzielles Engagement in der Seniorenwohngemeinschaft oder auch zur Finanzierung der laufenden Kosten in einem Seniorenstift: die eigene Immobilie ist auch immer ein Teil der Altersversorgung. Dies kann durch eine Vermietung geschehen. Eine Vermietung hat grundsätzlich den Vorteil, dass die Wohnung oder das Haus nicht verkauft werden muss und weiterhin zur Verfügung steht. Auf der anderen Seite entstehen Verpflichtungen gegenüber dem Mieter und auch die Pflicht, die Einnahmen zu versteuern und eine Steuererklärung abzugeben.

Bei einem Verkauf des Hauses oder einer Veräußerung der Wohnung steht der Verkaufspreis in einer Summe – zumeist steuerfrei – zur Verfügung. Aus diesem einmaligen Geldzufluss können dann die laufenden Verpflichtungen bezahlt werden.

Für ihre Planungen ist es also wichtig zu wissen, mit welchen Mieteinnahmen Sie rechnen können oder wie hoch der Marktwert des Hauses bei einem Verkauf sein wird.

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