Die eigene Immobilie sicher und gekonnt vermieten

Die eigene Immobilie vermieten – und zwar sicher und gekonnt – erfordert eine gute Vorbereitung. Der Lohn: die laufende Mietzahlung vergrößert den finanziellen Spielraum.

Eine Alternative zum Verkauf der Immobilie ist die Vermietung damit sicherlich. Das Eigentum bleibt erhalten und der Mieter zahlt einen regelmäßigen Mietzins.

Eine hohe Sorgfalt bei der Auswahl des Mieters zahlt sich langfristig aus. Deshalb sollten Sie prüfen, ob der Mieter in der Lage ist, der vereinbarten Zahlung langfristig nachzukommen.

Eine Vermietung ist vom Gesetzgeber als langfristiger Vertrag gedacht. Auf der anderen Seite stellt das Wohnen einen zentralen Lebensbereich der Menschen dar. Deshalb genießt ein Mieter auch dann einen besonderen Schutz, wenn er die Miete unzuverlässig oder gar nicht bezahlt.

Es ist aber auch eine Tatsache, dass die allermeisten Mietverhältnisse ohne jegliche Störungen verlaufen. Die Vielzahl der Prozesse im Miet- und Nachbarschaftsrecht liegt vornehmlich an der schieren Masse der Mietverhältnisse.

Die Miete in der richtigen Höhe festlegen

Haben Sie sich für eine Vermietung entschlossen, so gilt es die angemessene Miete festzulegen. Diese richtet sich bei Neuvermietungen nach der ortsüblichen Miete für vergleichbare Immobilien. Diese erfahren Sie aus dem örtlichen Mietspiegel. Erkundigen Sie sich auch, ob für ihren Ort besondere Regeln bei der Neuvermietung gelten. Die Festlegung der richtigen Miete erfordert einiges an Recherche und Fachwissen. Ist die Miete zu hoch, so ist ein häufiger Mieterwechsel die Folge. Der kostet Sie noch Geld, um die Immobilie wieder herzurichten. Auch die Leerstände zwischen zwei Vermietungen gehen zu Lasten der Mietrendite.

Notwendige Investitionen in die Mieträume durchführen

Wer einen guten Mieter haben will, muss als Vermieter auch etwas bieten. Nach langen Jahren der Nutzung sollte die Immobilie in einen bezugsfertigen Zustand versetzt werden.

Das bedeutet nicht, dass jede Tapete ausgetauscht werden muss und die gesamte Immobilie einen neuen Anstrich erhält. Allerdings sollten die neuen Wohnräume einen positiven, gepflegten Eindruck auf die Interessenten erwecken. Von selbst versteht sich, dass Fenster, Heizung und Türen technisch in einem guten Zustand sind.

Den besten Mieter auswählen

Die Auswahl des Mieters erfordert ganz besondere Sorgfalt. Der wichtigste Aspekt ist jedoch, dass die Mietzahlung langfristig sichergestellt ist. Um dies zu gewährleisten, gibt es ein paar Punkte, die Sie prüfen können:

  • Bescheinigung des Vorvermieters: Lassen Sie sich nach Möglichkeit von dem bisherigen Vermieter eine Bescheinigung über die regelmäßige Mietzahlung übersenden.
  • Selbstauskunft des Mieters: In der Selbstauskunft erklärt sich der Mietinteressent zu Fragen, die für Sie wesentlich sind. Insbesondere dürfte Sie interessieren, wo und wie lange der zukünftige Mieter bereits beschäftigt ist. Nicht alle Fragen sind erlaubt. Auskünfte zu persönlichen Dingen wie Religion oder Parteizugehörigkeit muss niemand beantworten.
  • SCHUFA–Auskunft: Sie als Vermieter*in sind in der Regel nicht Vertragspartner der Wirtschaftsauskunftei SCHUFA. Deshalb ist es üblich, dass die Mietinteressenten die persönliche SCHUFA-Auskunft selbst vorlegen.

Sie sollten sich im Vorhinein Gedanken darüber machen, in welchem Verhältnis die Miete zum Einkommen stehen soll. Zu berücksichtigen sind dabei auch die Mietnebenkosten – die so genannte dritte Miete.

Den besten Eindruck erhalten Sie übrigens, wenn Sie den beabsichtigten Mietvertrag in dem jetzigen Zuhause des Mieters besprechen. Sie sehen dann direkt, wie die Menschen mit Ihrer Immobilie umgehen werden.

Vermieten auf Zeit

Möchten Sie die Immobilie später zu einem bestimmten Zeitpunkt verkaufen, so trifft eine bezugsfreie Wohnung regelmäßig auf eine deutlich höhere Nachfrage. Bezugsfreie Immobilien erzielen bei einem Verkauf deutlich bessere Preise.

Eine zum Verkauf stehende vermietete Immobilie richtet sich in der Regel an Kapitalanleger. Wer die Immobilie selbst nutzen möchte, scheut in der Regel die Auseinandersetzung über eine Eigenbedarfskündigung. Selbst wenn diese vor Gericht Bestand hat, müssen die Kündigungsfristen eingehalten werden, die sich nach der bisherigen Mietdauer richten. Eine bezugsfreie Immobilie ist am Markt zwischen 7 % und 10 % mehr wert.

Rechte und Pflichten als Vermieter beachten

Wer zum ersten Mal vermietet, sieht sich sehr schnell einer ganzen Anzahl an Verpflichtungen gegenüber. Nebenkosten müssen jährlich abgerechnet werden. Es stellt sich die Frage, wer für Reparaturen verantwortlich ist. Was passiert bei einem Rohrbruch?

Als Vermieter*in einer Eigentumswohnung haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, eine Mietverwaltung zu beauftragen. Diese übernimmt die ordnungsgemäße Verbuchung der Ein- und Ausgaben.

Sie ist erster Ansprechpartner für Fragen des Mieters. Zum Beispiel bietet der Verwalter einer Eigentümergemeinschaft einen solchen Service an.

Professionelle Mietersuche mit Service von A bis Z

Im Düsseldorfer Stadtgebiet übernehmen wir für Sie gerne die professionelle Vermietung von Immobilien. Wir beraten Sie zur angemessenen Miethöhe und Sie können aus geeigneten Kandidaten auswählen.

P.S.: Wir denken letztendlich auch an die Mieterbescheinigung, die Sie für die zeitnahe Anmeldung beim Einwohnermeldeamt ausstellen müssen.